Programm des Instituts für Benediktinische Studien für 2010

 
Folgende Kurse werden von Sr. Dr. Michaela Puzicha OSB angeboten ...

01.-05. März 2010:

HÖREN AUF DIE SCHRIFT
„... neige das Ohr deines Herzens“ (RB Prol.1)
Die enge Verknüpfung zwischen Bibel und RB lässt sich unmittelbar erkennen. Die Gegenwärtigkeit der Hl. Schrift im konkreten Leben der Gemeinschaft ist eines der wichtigsten Anliegen Benedikts. Die existentielle Begegnung mit dem Wort der Schrift geschieht in Stundengebet und Lectio divina als Gegenwart des WORTES. Auch mitten im Alltag steht der Mönch ‚unter der Führung des Evangeliums’. Leben mit der Hl. Schrift wird zu einer umfassenden Perspektive, die den einzelnen und die Gemeinschaft unter das Wort Gottes stellt und das ganze Leben durchdringt.

12.-16. April 2010:

MITEINANDER - GEMEINSAM LEBEN
„... die stärkste Art“ (RB 1,13)
Zönobitisches Mönchtum versteht Benedikt als grundsätzliche Entscheidung, gemeinsam zu leben. Er lässt die funktionalen und sozialen Kategorien nicht außer Acht, gestaltet aber nach dem Vorbild der Urgemeinde einen geistlichen Raum, in dem gemeinsames Leben nach den Weisungen des Herrn eingeübt wird. Im täglichen Miteinander soll sich die menschliche und biblische Qualität der Gemeinschaft entfalten. In die Verantwortung dafür sind alle einbezogen. Damit wird RB 72 zum zentralen Kapitel und erfordert besondere Aufmerksamkeit.

03.-07. Mai 2010:

TYPISCH BENEDIKTINISCH
„Die Regel haben wir geschrieben...“ (RB 73,1)
Die Frage nach spezifischen und signifikanten Kennzeichen der RB – nach ihrem ‚Alleinstellungsmerkmal’ - betrifft das Selbstverständnis und die Identität benediktinischen Lebens. Dabei geht es um die Kernbereiche, um das Unverwechselbare und Unterscheidende der Themen und Inhalte, was die RB eigenständig macht. In dieser Souveränität und Selbständigkeit zeigt sich das Charisma Benedikts. Die Originalität im Umgang mit der Tradition ist bemerkenswert und weist die charakteristischen Merkmale auf, die die RB auszeichnen und ihre Wirkung und Bedeutung bis heute prägen.

13.-17. September 2010:

DAS LEBEN BENEDIKTS
„...der Geliebte des Herrn“ (Dial. 2,37)
Gregor d. Gr. deutet in ausdrucksstarker Symbolik den geistlichen und inneren Weg Benedikts. Sein Leben ist geprägt von einer intensiven Glaubenswirklichkeit und Gottesbeziehung und nicht frei von Gefährdung und Scheitern. Gregor trägt alle Erfahrungen vor, die ein Leben in der Berufung zum Mönchtum prägen. Die erzählende Form des Lebensbildes will Zeugnis und Botschaft sein. Als exemplarischer Weg der Reifung ist die Vita ein pastorales Werk, ausgerichtet auf Ermutigung im monastischen Leben und für den Weg des Mönches zu Gott.

11.-15. Oktober 2010:

DEMUT - WAS IST DAS?
„Vor allem habe er Demut“ (RB 31,13)
Mit dem Wort Demut spricht Benedikt eine Grundhaltung im Zusammenleben der Gemeinschaft wie in der Beziehung zu Christus aus. Die Missdeutung im heutigen Verständnis macht es schwierig ihre Bedeutung wahrzunehmen. Als Einsicht in die eigene Realität bedeutet Demut nicht unterwürfig sein, sondern Wachsen zu biblischer Freiheit und geistlicher Unabhängigkeit. Die Selbsterkenntnis der eigenen Begrenztheit akzeptiert zugleich die persönlichen Fähigkeiten - nicht aus eigener Kraft, sondern in Anerkennung der geschöpflichen Existenz.

22.-26. November 2010:

GEBET - LESUNG - ARBEIT
„zu bestimmten Stunden“ (RB 48,2)
Das Thema ist zugleich Problemanzeige, die das Mönchtum seit seinen Anfängen begleitet. Die Spannung, die sich aus der Zugehörigkeit von Stundengebet, Lesung und Arbeit ergibt, ist in der RB stets präsent. Die Strukturierung der Zeit ist dabei wichtig, mehr noch die Frage nach den Prioritäten und der Qualität des monastischen Lebens. Benedikt reagiert auf diese vielschichtige Herausforderung flexibel und bestimmt zugleich eindeutig, was unaufgebbar ist. Die Ausgewogenheit aller Elemente ist nicht selbstverständlich und muss stets hergestellt werden.

Informationen zu Anreise, Unterbringung, Kosten usw. auf der Homepage

und bei

Sr. Michaela Puzicha OSB
Institut für Benediktinische Studien
Postfach 113, A-5010 Salzburg
Tel. (0043) 0662/844576 125/126; Fax (0043) 0662/844576 126
E-mail: ibs.salzburg@gmx.at
Internet: www.benediktiner.de und www.benediktinerinnen.de

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