2. November – Allerseelen – Tag der Friedhofsgänge und Gräbersegnungen

 
In den Klöstern wird täglich der Verstorbenen gedacht

Am Allerseelentag wird – wie in allen Pfarren – in den Klöstern besonders aller verstorbenen Mitbrüder gedacht. Das umfasst die dankbare Erinnerung an diese Menschen, die in all den Jahrhunderten in den Klöstern gelebt haben, die die Häuser geprägt haben, ihre Talente eingebracht haben und auf deren Vorbild und Einsatz wir heute weiterwirken können. Und das umfasst die Bitte an Gott, dass sie bei ihm die ewige Freude finden.

Darüber hinaus wird in den Klöstern täglich ein Totengedenken gehalten. Es wird der verstorbene Mitbrüder aus dem eigenen Kloster gedacht, die an diesem Kalendertag in den letzten Jahrzehnten oder Jahrhunderten verstorben sind, und ebenso der verstorbenen Mitbrüder und Mitschwestern aus anderen Klöstern mit den es eine „Konföderation“ gibt, ein Versprechen für das gegenseitige Gebet.
Dazu führen die Klöster so genannte Nekrologien. Das sind Bücher, in denen für jeden Tag diejenigen Mitbrüder und Mitschwestern aus konföderierten Klöstern eingetragen sind, die an diesem Tag verstorben sind.
Im Bild der Eintrag zum 21. März (dem Todestag des hl. Benedikt) aus einem Göttweiger Nekrologium, das im Jahr 1913 erneuert und – wie man an den verschiedenen Nachträgen sieht – bis in die Gegenwart weiter geführt wurde.

Wenn der hl. Benedikt in seiner Mönchsregel schreibt: „Den unberechenbaren Tod täglich vor Augen haben.“ (RB 4,47), dann mag das aufs erste Hinhören vielleicht erschrecken. Wenn man aber den Tod als eine intensive Begegnung mit Gott auffasst, dann fordert dieser Satz auf, dass wir tagtäglich Gott intensiv begegnen.

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