Priorat Maribor in Slowenien wiedereröffnet

 
Österreichische Benediktiner unterstützen Neuanfang

Am 12. September 2009 erfolgte der Start des gemeinsamen Lebens. Dem Konvent gehören derzeit drei Mitglieder an: Alterzabt Edmund Wagenhofer von St. Peter in Salzburg, P. Modestus Merkac vom Priorat Maribor und P. Timotheus Juric aus dem Stift Göttweig. Angestrebtes Ziel ist es, sich um ein Leben aus dem Evangelium und nach der Regel des hl. Benedikt zu bemühen und andere Ordensleute, Priester und Laien für kürzere Zeit Gelegenheit zu bieten, an diesem gemeinsamen Leben in Gebet und Arbeit teilzunehmen. Die hll. Cyrill und Method und der hl. Benedikt sind Patrone des Klosters. So soll die völkerverbindende Aufgabe des Klosters unter den Schutz dieser Heiligen gestellt werden.

Die Segnung des Hauses erfolgte am 5. Juli 2009 durch den Erzbischof von Maribor Dr. Franc Kramberger. Am 1. Mai 2009 wurde em. Erzabt Edmund Wagenhofer aus der Erzabtei St. Peter in Salzburg vom Abtprimas zum Prior-Administrator für drei Jahre bestellt.

Das Priorat Maribor war im Jahre 1938 durch das Stift St. Paul in Kärnten als selbständiges Priorat errichtet worden. Nach dem 2. Weltkrieg wurde P. Martin Kirigin, ein Mönch der Abtei Emauzy in Prag, als Prior eingesetzt und gleichzeitig das Priorat in die 1945 neu gegründete Slawische Benediktinerkongregation eingegliedert. Nach der neuerlichen Enteignung durch den Staat Jugoslawien verließ P. Martin Kirigin Maribor, übersiedelte zunächst nach Opatija in Kroatien und schließlich nach Cokovac auf der Insel Pasman. In Maribor blieb ein Mitbruder zurück. Bis zuletzt gab es nur einen Professen von Maribor.
Nach der Restitution im Jahre 1992 gab es Bestrebungen, das Priorat Maribor neu zu beleben. Nun wurde dies möglich durch die Bereitschaft von zwei Mitbrüdern aus Österreich, nach Maribor zu gehen. Diese Neubelebung wurde vorbereitet durch die Adaptierung des alten Mairhofes in Limbus als neues Klostergebäude. Das Haus bietet Platz für zehn Personen und zudem Räume für Konferenzen mit bis zu 20 Teilnehmern.

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