Paulusjahr durch Papst Benedikt XVI. abgeschlossen

 
Dabei besuchte er die Benediktiner in St. Paul vor den Mauern, Rom

Am Hochfest der Apostel Petrus und Paulus schloss Papst Benedikt XVI. das Paulusjahr, das außerordentliche Jubiläumsjahr anlässlich des 2000. Jahrestages der Geburt des Völkerapostels. Von der kirchlichen Tradition wie auch von Historikern wird die Geburt des Saulus in den Jahren zwischen 7 und 10 nach Christus angesetzt. Aus diesem Anlass besuchte er die Abtei St. Paul vor den Mauern in Rom und feierte am Vorabend des Hochfestes, am 28. Juni 2008, in der Patriarchalbasilika die Vesper.

In St. Paul vor den Mauern befindet sich das Grab des hl. Paulus; bei neuen Ausgrabungen (2002 bis 2006) wurde offenbar die Grabstelle des Völkerapostels Paulus wieder zum Vorschein gebracht. Alles – so die Archäologen – spreche dafür, dass ein unter dem jetzigen Hauptaltar der Kirche gefundener römischer Sarkophag der des heiligen Paulus sei. Der neue Fund geschah direkt unter einer antiken Schrift „Paulo apostolo mart“ (für „Märtyrer“), die auch bislang schon sichtbar gewesen war. Viele hatten befürchtet, dass das Grab des Völkerapostels bei einem Großbrand der Basilika im 19. Jahrhundert endgültig zerstört worden sein könnte.

Die Basilika mit dem Grab des Völkerapostels wird seit Jahrhunderten durch die Benediktiner der dortigen Abtei betreut. In den letzten Jahren hat sich die personelle Zusammensetzung der Mönchsgemeinschaft hin zu einer internationalen Kommunität gewandelt - übrigens kommt der Prior aus einem österreichischen Benediktinerkloster – einerseits um die italienischen Benediktiner zu entlasten, andererseits um den Pilgern, die aus zahlreichen Ländern stammen, in verschiedensten Sprachen seelsorglich zur Verfügung stehen zu können und nicht zuletzt um das Anliegen der Ökumene, das hier besonders wahrgenommen wird, weiter zu verstärken.

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