Pfingstdienstag, 2. Juni 2009
Am 2. Juni trafen sich ca. 150 Benediktinerinnen und Benediktiner aus ganz Österreich zu einer Wallfahrt nach Garsten. Die Pfarre Garsten hatte zu diesem Besuch der ehemaligen Benediktinerabtei mit dem Grab des hl. Berthold eingeladen.
Treffpunkt war die Kirche in Christkindl bei Steyr, die bis zur Aufhebung des Klosters vom Stift Garsten betreut wurde. Von dort führte der Fußweg nach Garsten; Sr. Veronika von Steinerkirchen gab geistliche Impulse mit auf den Weg.
Höhepunkt war die gemeinsame Eucharistiefeier in der Stiftskirche, der der emeritierte Diözesanbischof von Linz Maximilian Aichern, ein Benediktiner von St. Lambrecht, vorstand.
Die Stärkung im Pfarrsaal – durch die Kath. Frauenbewegung der Pfarre – bot Gelegenheit zur Begegnung zwischen den Ordensleuten aus den verschiedenen Klöstern. Anschließend gab es die Möglichkeit zum Besuch im Gefängnis (Gespräch mit Anstaltsleiter und Seelsorger), denn das Gebäude des 1787 aufgehobenen Klosters dient seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Justizanstalt.
Für den Abschluss brauchte es eine kurze Fahrt in den Norden der Stadt Steyr, zur Pfarrkirche Gleink. Auch hier bestand bis zur Aufhebung durch Joseph II. ein Benediktinerkloster. Mit der gemeinsamen Vesper in der ehemaligen Stiftskirche und einer von der Pfarre vorbereiteten Jause ging der Tag zu Ende – mit einem Dank an Abt Berthold von Seitenstetten, der alles umsichtig vorbereite hat.
Mittlerweile ist es zu einer Tradition geworden, dass sich – im Zwei-Jahres-Rhythmus – am Pfingstdienstag die Mönche und Schwestern aus der Österreichischen Benediktinerkongregation und aus den weiteren benediktinischen Klöstern zu einer gemeinsamen Wallfahrt treffen. In den letzten Jahren gab es Wallfahrten nach Steinerkirchen, zum Sonntagberg (bei Seitenstetten), zum Frauenberg (bei Admont), in die Schottenabtei in Wien und nach Mariazell.