Folgende Kurse werden von Sr. Dr. Michaela Puzicha OSB angeboten ...
2.–6. Februar 2009:
SCHWEIGEN – HÖREN
„... kommen dem Jünger zu.“ (RB 6,6)
Die RB kennt klare Zeiten und Räume des Schweigens. Es geht ihr nicht nur um äußerliche und disziplinäre Anweisungen, sondern um ein unentbehrliches Merkmal monastischer Spiritualität. Die Erfahrung von Stille und Sammlung mitten im Leben soll in die Tiefe des eigenen Herzens und zum inneren Ort der Gottesbegegnung führen. Schweigen ist kein Verstummen, sondern ermöglicht ein Leben in Konzentration und Aufmerksamkeit für die Belange des Alltags und der Gemeinschaft. Es führt zu Ruhe und Gelassenheit.
Ort: Salzburg, St. Peter/Christkönig-Kolleg
2.–6. März 2009:
LEBENDIGKEIT UND FREUDE
„... der das Leben liebt.“ (RB Prol. 15)
Die Entschiedenheit für das Leben durchzieht die ganze RB. Sie ist geprägt von dieser Wirklichkeit, die sich aus Schöpfung und Taufe ergibt. Sie bildet die Grundlage benediktinischer Existenz und bewahrt die Taufspiritualität. Vor allem für die Quadragesima bleibt für Benedikt die Erinnerung an die Quelle christlichen Daseins offen. Zugleich ermutigt und befähigt die RB in der Ausrichtung auf den Auferstandenen zu Lebendigkeit und Freude, die aus der Erfahrung der Erlösung und der Teilhabe an der Auferstehung erwachsen.
Ort: Abtei Varensell
20.–24. April 2009:
WAS IST – EINE „REGEL“?
„... der Regel als Lehrmeisterin folgen.“ (RB 3,7)
Benedikt nennt sein Werk regula, eine Bezeichnung, die einseitig und missverständlich als zeitgebundener Ordnungstext verstanden werden kann, aber ‚Lebensskript’ ist. Bewusst ist diese Form der Unterweisung gewählt, die sich im Mönchtum bewährt hat. Als regula ist sie nicht doktrinär, sondern ermöglicht einen offenen und variablen Horizont, in den Benedikt seine Erfahrungen und Erwartungen stellt und gestaltet. Benediktinische Identität ergibt aus ihrer Regel auf der Basis der Hl. Schrift als der eigentlichen Ur-Regel.
Ort: Salzburg, St. Peter/Christkönig-Kolleg
25.–29. Mai 2009:
MITEINANDER SPRECHEN
„... ein gutes Wort.“ (RB 3,4)
Kommunikation im Kontext einer Gemeinschaft ist nicht einfach. Die RB verweist jedoch auf die Notwendigkeit, Gespräche einzuüben und zu führen. Der Dialog bleibt ein Lernprozess, den Benedikt an vielen Stellen voraussetzt oder anregt. Im Bemühen um das richtige und mutige Reden miteinander leitet er mit Erwartungen für einen intensiv gestalteten Gesprächsverlauf dazu an. Er lädt ein, Überlegungen auszutauschen, Vorkommnisse zu besprechen, einvernehmlich Lösungen zu suchen und im Gespräch zu bleiben.
Ort: Abtei Varensell
14.–18. September 2009:
ALLTAGSTAUGLICH
„Frieden und Liebe wahren.“ (RB 65,11)
Die Gestaltung der Gemeinschaft als Ort und Raum der Einmütigkeit und Einsicht stellt Benedikt als Vision an bevorzugte Stelle. Seine Weisungen sind als Ermutigung zu dieser täglich neuen Aufgabe und als alltagstauglich zu leben. Der Rückbezug auf die Weisungen des Evangeliums verweist die Verwirklichung von Frieden und Liebe auf den großen Horizont des Auftrags Jesu im Bemühen um Glaubwürdigkeit des monastische Lebens. Die Erprobung im Alltag bleibt Herausforderung und Chance.
Ort: Salzburg, Kolleg St. Benedikt
19.–23. Oktober 2009:
AUTORITÄT – GEHORSAM
„... dass ihnen ein Abt vorsteht.“ (RB 5,12)
Die Zuordnung von Autorität und Gehorsam steht in der Problematik, die sich aus dem heutigen Verständnis von Freiheit und Selbstbestimmung ergibt. Die grundsätzliche Bedeutung des Gehorsams ist für das Mönchtum unbestritten – als Leben nach dem Beispiel des Herrn. Benedikt geht aus von glaubwürdiger und überzeugender Autorität und versteht Gehorsam nicht als Untertanensein, sondern als Eigenveranwortung und Befähigung, gemeinsames Leben bereitwillig mitzugestalten und mitzutragen.
Ort: Salzburg, Kolleg St. Benedikt
23.–27. November 2009:
GOTTESBILD und MENSCHENBILD
„... weil Er gütig ist.“ (RB 7,30)
Der benediktinische Lebensentwurf ist geformt von einem Gottesbild, das im biblischen Kontext von Schöpfung und Erlösung wurzelt und auf der Basis frühchristlicher Theologie steht. Zurückhaltend und unaufdringlich lässt Benedikt eine Gotteserfahrung erkennen, die seine Regel grundsätzlich zu einem Zeugnis- und Bekenntnistext macht. Seine Sicht auf den Menschen und den einzelnen Mönch ist davon tief geprägt. Diese umfassende Perspektive prägt die humane Ausrichtung der RB in Verantwortung vor Gott.
Ort: Salzburg, Kolleg St. Benedikt
Im Jahr 2009 sind verschiedene die Kursorte bzw. Unterbringungsmöglichkeiten vorgesehen, weil das Kolleg St. Benedikt in Salzburg renoviert wird.
Informationen zu Anreise, Unterbringung, Kosten usw. auf der Homepage
und bei
Sr. Michaela Puzicha OSB
Institut für Benediktinische Studien
Postfach 113, A-5010 Salzburg
Tel. (0043) 0662/844576 125/126; Fax (0043) 0662/844576 126
E-mail: ibs.salzburg@gmx.at
Internet: www.benediktiner.de und www.benediktinerinnen.de